
Meinen ersten Fotoapparat hatte ich von meiner Grundschullehrerin geschenkt bekommen: Er hat einen Sucher, einen -fast immer klemmenden- Schieber zum Fotografieren, ein Rad zum Transportieren des Kassettenfilms, einen Anschluss für Blitzwürfel, und sogar eine Umhängetasche war dabei. Die Bilder waren quadratisch, was ich schon damals zu tollen Effekten nutzte.
Ich schreibe hier bewusst „er hat“, weil dieses gute Stück immer noch bei uns im Regal steht.
Später bekam ich einen etwas fortschrittlicheren Apparat und dann durfte ich die Spiegelreflex-Kameras meines Mannes benutzen; bekam dann immer das alte Modell geschenkt. Ich liebte diese Kameras, obwohl ich sie nie ‚ausschöpfte‘.
Vor einigen Jahren beschloss ich, mir eine kleine Kamera für die Hand-/Hosentasche zu kaufen – also für ‚immer dabei haben‘. Dies gestaltete sich sehr schwer, denn sie sollte einen Sucher haben und gut in der Hand liegen – der arme Verkäufer… Ok, Sucher ist nun nicht, aber dafür gibt‘s eine wahnsinns Makroeinstellung und sie ist helllila-metallic 😊
Mittlerweile fotografiere ich auch mit dem Handy, aber am liebsten immer noch mit der großen SRK, weil ich damit am besten sehe, optimale Ausschnitte bekomme und die Motive gut erwische.
Manchmal werde ich gefragt, was ich für eine super Kamera habe … – dann sage ich: „Mein Auge.“ Denn eigentlich *knipse* ich nur, verändere die Bilder nicht – aber ich gehe mit offenen Augen umher und finde so meine Motive.